Mittwoch, 4. Mai 2016

DUBLIN IN FREIHEIT - AUCH FÜR MICH;-)

Hallo Ihr Lieben,
heute hatten wir einen Tag frei und ich konnte die Stadt auf eigene Faust erkunden. So habe ich mir für 19 € ein Hoppon-Hoppoff-Busticket geholt, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Anfangs habe ich mir einen Überblick verschafft und das Oskar Wilde Denkmal sowie die Drogerie, in der Leopold Bloom aus Ulysses seine Zitronenseife kaufte. Natürlich waren auch die Nationalgalerie (mit dem Judaskuss von Caravaggio) sowie zwei moderne Galerien dabei. Hier kosten Museen übrigens keinen Eintritt, man spendet einfach etwas nach dem Besuch.
Was mir die irische Geschichte erschlossen hat war das Little Museum of Dublin, wo June uns in die irische Geschichte und die Osteraufstände 1916 einführte, die letztlich zur Unabhängigkeit Irlands führten. Die Rebellen waren keine Soldaten, vielmehr Intellektuelle und Künstler – Freigeister, die Freiheit wollten und ihr Leben dafür gelassen hatten. 
Auf wunderbare Weise lenkte mich das Universum an diesem Tag noch in das berühmte Gefängnis Kilmainham Goal, wo besagte Aufständische erhängt wurden und zwar 20 Minuten lang, um die Qualen zu verlängern. Joseph Plunkett, einer der Redelsführer, heiratete seine Frau kurz vor der Hinrichtung in der Gefängniskapelle. Anthony führte uns hier sehr emotional durch die Geschichte und erst während des Besuches wurde mir klar, warum. Heute – auf den Tag genau – ist Plunkett hier hingerichtet worden. Am Morgen hatten hier noch große Feierlichkeiten stattgefunden, am Nachmittag konnten die Besucher wieder hinein. Als ich ankam, waren alle Tickets für die nächsten Tage ausverkauft. Das Universum ließ mich aber hinein, nachdem ich das Personal bequatscht hatte. Am Abend sah ich dann die Feierlichkeiten auf allen Kanälen in den Nachrichten.
Im Kneipenviertel Temple Bar habe ich noch bei Live-Musik eine Kleinigkeit gegessen und mich dann auf den Heimweg gemacht. Da wollte der Veranstalter offensichtlich sparen, da man zum Hotel eine knappe Stunde mit dem Bus fahren muss. Morgen geht es dann schon nach Hause. Auf jeden Fall bin ich in Schottland und Irland auf andere Gedanken gekommen - Ziel erreicht;-)
Liebe Grüße

Maggie
















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